3 Tipps, wie du vegan bleibst

Die besten Tipps, wie du vegan bleibst, erfährst du hier.
Foto: Ben White, unsplash.com

– und als VeganerIn einen Rückfall vermeidest.

Heute erhältst du 3 Tipps von mir, wie du vegan bleibst. Dass ich wieder irgendwann Fleisch essen könnte, ist für mich unmöglich. Da kann ich wirklich nie, nie, nie sagen. Sonst weiß man ja selten, was im Leben passiert und ich versuche mich an das Wort „niemals“ zu halten.

Mit meinen 3 Tipps und etwas Disziplin wird es auf jeden Fall klappen, dass du vegan bleibst.

Ich habe von 2 Personen gehört, die sich vegan ernährten und dann aber wieder begannen Fleisch zu essen. Ha, die kannten meine Tipps noch nicht.

Also bei der einen Frau begann es ganz langsam mit Wurst und dann beim Grillen mit Fleisch. Bei der anderen Person begann es gleich beim Grillen mit Freunden. Ich fragte sie, wieso sie wieder Fleisch gegessen haben. Was hat sie dazu gebracht? Und auf die Antwort wäre ich bei beiden Personen am allerwenigsten gekommen. Denn diese Person wirkte mit ihrem Äußeren sehr auffällig und Aufmerksamkeit erregend. Gerade deswegen vielleicht. Sie braucht viel Aufmerksamkeit. Macht dann psychologisch auch wieder Sinn.

Wenn man mehr Aufmerksamkeit benötigt, hat man vielleicht nicht so ein starkes Selbstbewusstsein.

Hm. Ok. Also. Sie erzählten mir beide, dass es für sie einfach im sozialen Bereich schwierig ist. Sie wären als Veganerinnen immer Außenseiterinnen, und das können sie nicht ertragen. Und aus dem Grund haben sie wieder begonnen tierische Produkte zu essen.

Ich wußte erst einmal nicht, was ich dazu sagen sollte, war nur geschockt. Doch dann hielt ich inne. Ja nicht jeder ist so stark und kann seine Meinung vertreten. Aber dass man so viel Angst hat … und seiner Motivation nicht treu bleiben kann…das ist wohl ein tiefer sitzender Grund.

Wie schon in meiner letzten Episode erwähnt möchten die meisten Menschen dazu gehören, kein Außenseiter sein. Wie kannst du nun damit umgehen, wenn es dir ähnlich geht?

Hier kommt mein 1. Tipp von 3 Tipps !

Veganer Burger. Vegan bleiben ist keine Kunst.

Tipp 1:  Halte dir als VeganerIn immer wieder deine Motivation vor Augen

Wenn du z.B. hauptsächlich aus ethischen Gründen umgestiegen bist, dann schaue dir vielleicht ein Schlacht-Video an. Davon gibt es jede Menge im Internet. Oh je, das wäre für mich die Hölle. Also. Habe immer die Tiere im Kopf, die misshandelt werden, Angst haben und qualvoll sterben müssen. Dann kann es doch nicht anders sein, als dass du vegan bleibst. Oder? Klebe dir vielleicht ein Foto an den Kühlschrank, auf dem ein blutiges Tier abgebildet ist. Oder ein Bild von einem Rind, das weint. Ja Rinder können weinen und tun es auch oft vorm Schlachten.

Wenn du dich aus anderen Gründen vegan ernährst, suche dir immer wieder deine Motivationsgründe.

Vielleicht die Umwelt. Vielleicht hast du Kinder, und möchtest nicht, dass sie in einer kaputten Welt groß werden. Mit verpesteter Luft, vergiftetem Wasser und kaputten Böden. Auch du selbst solltest es nicht wollen, dass du in so einer Welt lebst.

Natürlich gibt es z.B. noch soziale Aspekte. Denn durch die vegane Ernährung müssten nicht mehr so viele Menschen auf der Welt hungern. Es hungern ca. 80 Millionen Menschen auf der Welt, und mit deiner Ernährung entscheidet du darüber mit. Das könnte also auch eine große Motivation sein.

Wie auch deine Gesundheit. Durch die pflanzliche Ernährung, die vollwertige vegane Ernährung beugst du ernährungsbedingten Krankheiten vor, und kannst dich sogar mit bereits bestehenden ernährungsbedingten Krankheiten besser und gesünder fühlen. Auch ich habe mich mit der veganen Ernährung zurück ins Leben geholt. Also eine weitere Motivation.

Vegan bleiben? Hier gibt es Tipps, wie du einen Rückfall vermeidest.
Foto: Joanna Kosinska, unsplash.com

Tipp 2: Nimm deine Lebensprüfungen als VeganerIn an

So eine große Umstellung oder so ein großer Rückfall will uns ja auch einiges sagen. Wir haben immer Prüfungen im Leben zu absolvieren. Und wenn wir die außer Acht lassen, dann werden diese Prüfungen immer schwerer. Wenn du MAL einen Rückfall hast, und auf dem Weg zur pflanzlichen Ernährung Tierisches isst, ist das kein Problem. Das habe ich auch in einer anderen Episode besprochen. Aber wenn du wieder dauerhaft tierische Produkte isst, solltest du weiter zuhören. 

Als Beispiel nehme ich mal eine Bananenschale, die auf deinem Weg liegt. Das erste Mal siehst du die Bananenschale von ganz weit weg und denkst dir: Ach, die ist ja noch weit weg, wird sich schon von alleine erledigen, wird schon jemand aufheben oder der Wind wird sie weg wehen. 

Beim 2. Mal entdeckst du die Bananenschale erst kurz vorher und kannst gerade noch ausweichen. Und kommst mit einem Schrecken davon. Aber du denkst dir weiterhin, ach … die Bananenschale.

Beim 3. Mal bist du irgendwie abgelenkt, guckst auf etwas anderes und rutscht auf der Bananenschale aus. Du holst dir nur ein paar blaue Flecke, stehst auf , gehst weiter. Sonst ist alles in Ordnung.

Beim 4. Mal siehst du die Bananenschale wieder nicht, rutscht aus und fällst mit dem Kopf gegen die Wand, brichst dir sämtliche Knochen, musst ins Krankenhaus. Was das alles für Folgen haben kann …wird dir klar sein, oder? Deine Arbeitskraft geht erst einmal verloren. Wenn du selbständig bist, ist das richtig schlecht. Denn wer als selbständige Person nicht arbeitet, verdient kein Geld. Es könnte aber auch sein, dass du lange gar nicht mehr laufen kannst, oder sogar an den Kopfverletzungen stirbst. So ist es einer meiner Bekannten vor einigen Jahren ergangen.

Was ich also damit sagen möchte:

Gehe nicht immer den einfachen Weg, also eigentlich niemals!

Es sei denn, du kannst gerade absolut nicht, hast gerade einige Schicksalsschläge hinter dir…dann kannst du mal eine kurze Pause machen. Aber je mehr du deine Aufgaben verschiebst, umso härter werden sie. Ich hoffe, das ist in etwa klar geworden mit der Bananenschale.

Wenn du also aus sozialen Gründen wieder Fleisch isst, dann überlege dir vorher, ob du wirklich so schwach sein möchtest und überhaupt so schwach bist, oder ob nicht vielleicht doch mehr Stärke in dir steckt. Das ist nämlich meistens so. Meistens denken wir von uns selbst: Das kann ich doch nicht. Das können nur andere. Aber wenn du es einfach machst, wirst du sehen, dass du es doch kannst, vielleicht nicht gleich super toll und auch etwas ängstlich, aber dann klappt es doch.

Und wenn deine Freunde kein Verständnis dafür haben, dass du dich vegan ernähren möchtest/oder es bereits machst … und sie sich mit deinen Gründen dafür gar nicht beschäftigen, gar nicht mal nachfragen, sorry, dann sind es keine Freunde. Und sie werden auch niemals ernsthaft für dich da sein. Höchstens, weil sie selbst auch etwas davon haben. Und wenn es „nur“ ein DANKE von dir ist. Dann doch lieber für eine Zeit lang alleine sein, dein Leben ordnen und neue, echte Freunde finden. Freunde, die ähnlich denken und leben wie du, bei denen du dich nicht dauernd rechtfertigen musst, warum du das und das nicht isst. Das ist nicht so anstrengend.

Ja, es ist nicht einfach alleine zu sein, davor haben die meisten Menschen Angst und aus dem Grunde machen auch viele Menschen Zugeständnisse. Aber denk an die Bananenschale. Es wird immer schwieriger werden. Je älter du wirst, desto schwieriger wird es. Also erledige es doch gleich, wachse daran und sei stolz auf dich. Du wirst definitiv stärker dadurch werden!

Leben heißt Veränderung.

Egal ob du aus veganen Gründen mit deinen Freunden nicht mehr klar kommst. Du solltest das Thema, das Problem angehen. Manche Menschen entwickeln sich weiter, manche nicht, manche ganz langsam. Und dann passt es nicht mehr mit der Freundschaft. Man hat andere Einstellungen, andere Prioritäten. Es kann jedoch durchaus sein, dass es in einigen Jahren wieder passt. Ich kenne das selbst.

Ich musste mich auch vor Kurzem von einer Freundin verabschieden. Es passte leider nicht mehr. Wir haben uns einfach nicht mehr verstanden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich hatte das Gefühl gegen eine Wand zu reden. Ich sagte grün, sie verstand gelb. Ich verstand wohl rot, anstatt blau, wenn sie etwas sagte … somit gab es keinen gemeinsamen Nenner mehr. Sie ernährte sich auch mischköstlich, das kam auch noch hinzu. Und diese Ungereimtheiten jedes Mal ausführlich zu besprechen kostet einfach zu viel Energie. Somit muss man sich einfach mal für eine gewisse Zeit trennen.

Vielleicht ist es auch eine Trennung für immer, keine Ahnung. Das wird die Zeit zeigen. Manche Menschen sind für eine gewisse Zeit bei uns, einfach um eine gewisse Zeit den Weg gemeinsam zu gehen, um voneinander zu lernen. Wenn wir dann zu lange daran festhalten, obwohl die gemeinsame Zeit eigentlich schon vorbei ist, dann ist das nicht gut. Es kostet sehr viel Energie und Zeit, vielleicht auch Schmerzen und es kommt vielleicht auch noch zu einem Streit.

Versuche zu erkennen, wenn die Zeit reif ist, alleine weiter zu gehen, oder ohne diesen Menschen. Das ist wichtig. Es ist dein Leben, deine Entwicklung, lass dich nicht aufhalten. Denk wieder an die Banane. Es wird immer schwieriger.

Und Trennung, Weitergehen, neue Freunde finden, Altes hinter sich lassen, weinen, lachen, Schmerzen ertragen, Gefühle einfach zulassen (lernen) – das alles gehört zum Leben!

Suche nach Lösungen, anstatt dich immer nur mit den Problemen zu beschäftigen! 

Ordne dich neu, sei eine Zeit lang alleine, erkenne, was du wirklich möchtest, und finde dann vielleicht neue Freunde, die so ähnlich denken wie du. Und auch da wird es vielleicht nicht immer passen. Wichtig ist zu erkennen, was dir gut tut und was nicht. Also scheu dich bitte nicht davor dich vegan zu ernähren, vegan zu leben, wenn du das gerne möchtest. Es werden immer mehr Menschen, die sich damit beschäftigen und verstehen.

Es werden immer wieder Zeiten kommen, in denen du Menschen verlassen musst, verlassen wirst. Je öfter du zeitnah erkennst, wer dir gut tut und wer nicht, desto gesünder lebst du und desto stärker wirst du. Und irgendwann hast du diese ganzen Prüfungen gut bearbeitet, dann werden die richtigen Menschen auf deinem Weg stehen und mit dir gemeinsam gehen. Vielleicht auch nur wieder für eine gewisse Zeit. Nichts ist für die Ewigkeit.

Versuche die Zeit mit diesen Menschen dann einfach zu genießen. Aber sei nicht mit Menschen zusammen, weil du nicht alleine sein kannst, oder weil du vielleicht irgendwann noch was von den Menschen haben könntest, brauchen könntest. Das wäre der falsche Weg. Halte durch. Mach einfach weiter.

Das Leben ist kein Strandstuhl am Meer.

Aus dem Grund scheitern ja viele Menschen, weil sie es immer bequem haben möchten. Bloß nicht zu viel tun. Und vor allem spielen die Gewohnheiten auch eine ganz große Rolle. Gehöre du nicht zu ihnen, tritt heraus aus der Reihe. Sei bereit Gewohnheiten zu verändern, dich selbst zu reflektieren und vor allem: gib nicht immer anderen die Schuld für dein Leben. 😉

Kennst du das? Oh, wieso habe ich so ein Pech? Wenn der oder die das nicht gemacht hätte, müßte ich nicht so leiden…oder wenn ich den oder den Job hätte, würde es mir viel besser gehen…oder wenn meine Eltern, meine Kinder, meine Freunde sich besser verhalten/benehmen würden, wäre es auch für mich alles einfacher. Meckere nicht! Nehme alles so an, wie es ist.

Du kannst es eh nicht ändern. Du kannst die Menschen nicht ändern, sondern nur die Einstellungen zu den Menschen und den Problemen. Das hat alles einen Sinn und gehört dazu.

Nur du alleine kannst dein Leben verändern, verbessern. Niemand anderes.

Nur du alleine kannst dein Leben dauerhaft und solide verändern! Nichts von außen kann dein Leben dauerhaft und solide verändern.

Alles kommt zu seiner Zeit, und du bekommst auch nur Aufgaben, die du (wenn auch schwer) gerade so ertragen kannst. Nimm diese Aufgaben hin und bearbeite sie. Wenn du dagegen ankämpfst, dich wehrst und meckerst, kostet es nur zusätzliche Energie, die du besser einsetzen kannst.

Tipp 3: Optimiere deine Ernährung

Drei Brote mit pflanzlichem Topping.
Foto: Ella Olsson, unsplash.com

 

Vielleicht schmecken dir die veganen Gerichte, die du dir zubereitest, noch nicht so oder dir fehlen Nährstoffe, dadurch bist du müde und lustlos. Das macht sehr viel aus. Vielleicht hast du auch Schmerzen, weil du nicht alle Nährstoffe hast. Glaub mir, das macht sehr viel aus. Mit der vollwertigen veganen Ernährung bist du mit allen essentiellen Nährstoffen versorgt und wirst dich gesund & fit fühlen und voller Energie. Ist das bei dir nicht der Fall, machst du etwas falsch.

Ich habe bei meiner Umstellung auch einiges falsch gemacht, weil ich auch noch nicht ausgebildete vegane Ernährungsberaterin war. Aus dem Grund bin ich ja auch gerade dabei einen Online-Kurs zu erstellen. In meinem Online Kurs unterstütze ich gesundheitsorientierte Menschen dabei Schritt für Schritt ernährungsbedingten Krankheiten vorzubeugen und somit mehr Lebensqualität zu erreichen.

Leicht, lecker, vegan & mit allen Nährstoffen versorgt. Schritt für Schritt. Ich wünschte es hätte damals so einen Kurs gegeben, den hätte ich mir auf jeden Fall gekauft. Ich hätte mir einiges erspart, wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten & Magen-Darm Beschwerden. Denn du kannst schon einiges falsch machen bei einer Umstellung auf die vegane Vollwertkost.

Das waren also meine 3 Tipps:

  1. Deine Motivation immer vor Augen haben
  2. Nimm deine Lebensprüfungen an
  3. Optimiere deine Ernährung

Ich wünsche dir einen schönen sonnigen Wochenbeginn. Bleibe oder werde gesund.

Im Moment arbeite ich an der Erstellung eines Online-Kurses. Wenn du Interesse hast, kannst du dich aber schon mal auf die Warteliste setzen lassen. 

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Die Warteliste ist natürlich kostenlos und unverbindlich. Du sicherst dir damit aber auf jeden Fall einen Platz und 20% Ermäßigung auf den Kurspreis. Das lohnt sich. Und wenn du dann den Kurs doch nicht machen möchtest, dann nicht. Dann meldest du dich eben nicht an.

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