4 Unternehmen der Zukunft

Bereits heute gibt es Firmen und Start-ups, die sich Fairness und Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben haben – und das angefangen beim Rohstoff, über Arbeitsbedingungen und Herstellung bis hin zum fertigen Produkt.
Im Dezember 2018 wurde in Düsseldorf vor 1200 Gästen der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. In der Zusammenarbeit mit der Bundesregierung wurden zum elften Mal Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung prämiert. Im Mittelpunkt von Europas größter Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement standen die Akteure und Projekte, die den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft unterstützen. Green Lifestyle hat vier von ihnen vorgestellt.

1. Faire Fahrräder

Dies sind nur 2 der Fahrräder. Es sind noch mehr Modelle vorhanden.
Gemeinsam mit The Yonso Project fertigt „My Boo“ in der ghanaischen Ashanti Region Fahrradrahmen aus Bambus und vertreibt diese mit über 100 Fachhändlern in mehreren Ländern Europas. Bambus ist einer der am schnellsten nachwachsenden Pflanzen der Erde, damit sehr nachhaltig und in Ghana im Überfluss vorhanden. Weitere Komponenten wie Schutzbleche, Lenkergriffe und Pedale werden ebenfalls aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Die vor Ort erwirtschafteten Erlöse sind in den letzten Jahren in mehrere hundert Schulstipendien vor Ort sowie in Mikrokredite für Frauen aus der Region geflossen. Hinzu kommt, dass in der Rahmenmanukfaktur knapp 40 dauerhafte, für dortige Verhältnisse fair bezahlte und sozial versicherte Arbeitsplätze entstanden sind. Auch der Bau einer eigenen Schule ist in Arbeit, die nach Fertigstellung bis zu 1000 Kindern eine hochwertige Ausbildung bieten soll.

2. Gegen Lebensmittelverschwendung

Allein in Deutschland werden jährlich etwa 18 Millionen Tonnen essbarer Lebensmittel weggeworfen. Sirplus setzt sich aktiv dagegen ein. Das Berliner Impact Start-up verkauft überschüssige, gerettete, aber noch bestens genießbare Lebensmittel online sowie in ihren eigenen Rettermärkten in Berlin und trotz so der verbreiteten Missinterpretation des Mindesthaltbarkeitsdatums, dem Aussortieren von nicht der Norm entsprechenden Produkten und der Überschusswirtschaft. Zudem betreibt das Start-up Aufklärung und Bildungsarbeit zum Thema und versucht in Workshops an Schulen und in Unternehmen, einen bewussten  Umgang mit Lebensmitteln zu vermitteln und ein Umdenken in der Gesellschaft zu fördern. Einen Teil der Lebensmittel spendet Sirplus an soziale und gemeinnützige Projekte und Organisationen.

3. Nachhaltiges Bauen

Futurium als Veranstaltungs-und Ausstellungszentrum ist eingebettet zwischen Berliner Spreebogen, Hauptbahnhof und Charité. In der „neuen“ Mitte steht es mit seiner futuristischen Gebäudekonzeption für ästhetisch erlebbare, nachhaltige Baukultur in Deutschland. Das Zukunftsmuseum, welches unter anderem eng mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung zusammenarbeitet, bietet diverse Ausstellungsmöglichkeiten auf drei Ebenen mit unterschiedlichen Raumcharakteren und einer Nutzfläche von rund 8000 Quadratmetern.
Mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach oder der Regenwasser-Sammlung in einer Zisterne ist das Futurium ein architektonisches und städtebauliches Leuchtturmprojektder deutschen Nachhaltigkeitslandschaft und das derzeit nachhaltigste Bundesgebäude. Relevante Zukunftsthemen wie Energiegewinnung und-speicherung sind für den Besucher direkt erfahrbar und verständlich.

4. Soziale Biokosmetik

Ausschließlich natürliche und soweit am Markt verfügbar fair gehandelte Rohstoffe verwendet das Berliner Unternehmen I+M Naturkosmetik. Das gesamte Sortiment ist nach einem der höchsten Naturkosmetikstandards (Cosmos Organic, BDIH) sowie mit mehreren Siegeln zertifiziert. Zudem werden Verpackungen auf ein Minimum reduziert – mit einem Nachfüllsystem für Hotels beispielsweise. Die eigenen Mitarbeiter sind mit 10 bis 20% des Gehalts am Gewinn beteiligt und verfügen über ein Spenden-sowie ein Weiterbildungsbudget- Zudem läßt I+M Naturkosmetik 20-40% der Gewinne in ökologische oder soziale Projekte fließen und setzt sich für die Stärkung der Frauenrechte weltweit ein. Für die Zukunft ist unter anderem die Entwicklung eines Nachfüllsystems für Kosmetikprodukte im Einzelhandel geplant.

Seit 1978

Traditionsreich ohne MHD: Alles begann 1978 mit zwei Hebammen in Berlin-Kreuzberg. Seitdem kreiert und produziert i+m feinste Bio-Naturkosmetik – innovativ, hochwertig, regional und politisch engagiert bis heute.

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