9 Tipps zur Darmkrebs-Vorsorge

Frau hält sich den Bauch: Tipps zur Darmkrebs-Prävention.

Heute geht es um das Thema Darmkrebs. Darmkrebs ist u.a. eine ernährungsbedingte Krankheit. Es gibt dazu viele Studien, die ich auch in meinen Vorträgen erwähne. Milchkonsum ist z. B. mit verantwortlich für Darmkrebs, Prostatakrebs, Eierstockkrebs, Brustkrebs.

Gerade in den letzten Wochen musste ich mit erleben, was es heißt, diese Krankheiten zu haben. Eine mir nahestehende Person hatte u.a. Prostatakrebs und Darmkrebs. Nach der Ernährung zu beurteilen, ist das auch nicht verwunderlich. Diese Person hat sich sehr schlecht ernährt, die letzten Jahre kaum Bewegung gehabt und auch gerne mal viel Alkohol getrunken, bei Feiern, wie man das eben so macht 😉

Jedoch möchte man natürlich für die eigenen Krankheiten nicht selbst verantwortlich sein. Es ist immer leichter dem Schicksal oder anderen Menschen dafür die Schuld zu geben.

Durch meine vielen Schulungen in Apotheken und Gesprächen mit vielen Menschen in meiner Umgebung stelle ich immer wieder mit Erschrecken fest, dass Einsicht und Reflektion gar nicht oder selten vorhanden ist. Manch eine Person findet das Blödsinn, dass Krankheiten mit Ernährung zu tun haben…,möchten sich damit aber auch nicht näher beschäftigen. Anderen wiederum ist es egal, sie machen einfach weiter wie bisher.

Der Körper ist ein Meisterwerk

Es ist eben meistens so, dass wir, wenn wir etwas Ungesundes essen, das nicht sofort als schlecht empfinden. Wir essen etwas Ungesundes, und das vielleicht auch regelmäßig und uns geht es trotzdem gut. Also warum soll man es dann bleiben lassen? Richtig? Ja, stimmt. Schwer zu verstehen. Warum ist das so? Weil der Körper das bis zum einem gewissen Punkt alles ausgleichen kann. Das bekommen wir gar nicht mit, das passiert alles still und heimlich. Der Körper ist ein Meisterwerk. Erst später, nach Jahrzehnten kann der Körper nicht mehr ausgleichen und dann kommen eben die Krankheiten. Und wer schiebt es dann auf die Ernährung, auf den täglichen Fleisch – und Wurstkonsum? Schmeckt doch alles so gut, nicht wahr? Und der Geschmack ist doch das wichtigste. Uns soll es schließlich gut gehen.

Der eigene Geschmack geht vor

Ich bin immer wieder sehr erschrocken, wie egoistisch die Menschen sein können. Fast allen Menschen, mit denen ich gesprochen habe, war es egal, ob Tiere für ihren Konsum, für ihren Geschmack sterben müssen und/oder gequält werden. Hauptsache, sie haben ihren guten Geschmack und müssen nichts an ihren Gewohnheiten ändern. Sie gehen dann lieber zum Arzt und lassen sich Tabletten verschreiben, oder sich dann operieren, sich den Diabetes-Zeh amputieren…was es nicht alles gibt. Nur um die eigenen Gewohnheiten nicht ändern zu müssen. Ist das nicht irre?

Und hey, es essen doch so viele Fleisch und Wurst und überhaupt tierische Produkte. Das kann doch nicht falsch sein, wenn es so viele Menschen machen. Doch, kann es! Fang einfach an selbst zu denken und zu fühlen. Fang an zu hinterfragen. Wir hatten noch nie so viele kranke Menschen…und vor allem nicht mit diesen Krankheiten. Ich werde darauf vielleicht in späteren Episoden nochmals darauf eingehen. Heute möchte ich dir zeigen, wie du vorbeugen kannst.

Darmkrebs-Vorbeugung

Die Vorbeugung von Darmkrebs umfasst verschiedene Maßnahmen. Die möglichen Risikofaktoren zu erkennen und die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig durchführen zu lassen, sind  wichtige Bausteine. Darüber hinaus kannst du mit deiner Lebensführung also einen wichtigen Beitrag leisten, um Darmkrebs vorzubeugen.

Was uns krank macht

Es ist oft unser Lebensstil, der uns krank macht: Zu wenig Bewegung, Übergewicht, eine ungesunde Ernährung, dazu noch reichlich Alkohol und Rauchen. Experten schätzen, dass sich die Darmkrebsrate halbieren ließe, wenn Menschen gesünder leben würden.

Primärprävention bedeutet, etwas gegen den Krebs tun, bevor er überhaupt erst entsteht, zum Beispiel mit einem gesunden Lebensstil und gesundheitsbewusster Ernährung. Die Empfehlungen dazu sind einfach umzusetzen, kostengünstig und überall realisierbar.

Bewegung schützt

Nachweislich wirken regelmäßige körperliche und sportliche Aktivitäten vorbeugend gegen Krankheiten. Häufiges körperliches Training hilft Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Übergewicht und Diabetes zu verhindern. Fehlende Bewegung spielt nicht nur bei Darmkrebs, sondern auch bei anderen Krebserkrankungen, z.B. Brust- oder Lungenkrebs, eine Rolle. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich etwa 11 Prozent der Darmkrebserkrankungen auf Bewegungsmangel zurückführen lassen.

Um Bewegung in dein Leben zu bringen, musst du nicht unbedingt ins Fitnessstudio oder in den Sportverein gehen; versuche vielmehr körperliche Aktivität in deinen Alltag einzubauen. Benutze  öfter die Treppe anstelle von Rolltreppe und Fahrstuhl oder mache kleine Besorgungen zu Fuß anstatt mit dem Auto. Körperliche Bewegung ist eine der wichtigsten Möglichkeiten, sich gesund zu erhalten.

Wie kommt das? Bewegung fördert die Abwehrmechanismen, auch gegen Krebszellen: Das Immunsystem wird gestärkt, und antientzündliche Prozesse werden verbessert. Der Körper schüttet entsprechende Botenstoffe und Hormone aus, und durch den Sport kommt auch die Verdauung richtig in Schwung. Die Zeit, in der die Nahrung dabei im Körper verbleibt, wird verkürzt, so dass sich im Darm weniger Giftstoffe ansammeln können. Zusammen mit den Krebsvorsorgeuntersuchungen und einer gesunden Ernährung bietet regelmäßige Bewegung einen guten Schutz, auch gegen Darmkrebs.

Nicht Rauchen

Zigarettenrauchen ist den meisten Menschen als einer der größten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Lungenkrebs geläufig. Weniger bekannt ist, dass Nikotinkonsum auch das Darmkrebsrisiko erhöht. Bei langjährigen Rauchern werden deutlich mehr gefährliche Darmpolypen gefunden. Diese Polypen sind darüber hinaus oft größer und weisen eine größere Neigung auf, zu Darmkrebs zu entarten. Ähnliches gilt für das Nachwachsen von Polypen: Nach einer Polypentfernung bilden sich bei Rauchern schneller neue Polypen, Nichtraucher bleiben länger polypenfrei.

Gesunde Ernährung

Viele Volkskrankheiten in den westlichen Ländern hängen ursächlich mit falscher Ernährung zusammen. In Amerika ist bereits ein Drittel der Kinder und Jugendlichen übergewichtig. In Europa nähern wir uns mit immer mehr Fast-Food-Produkten diesem Trend. Umso wichtiger ist es, dass wir Verantwortung für unsere Gesundheit übernehmen und auch wieder ein Gespür für gesunde Ernährung entwickeln.

Mit den wichtigsten Ernährungstipps hilfst du dir selbst, dich vor Erkrankungen zu schützen:

1. Bevorzuge pflanzliche Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und vollwertige Getreideprodukte (Vollkornbrot, Müsli, etc.).

2. Iss verschiedene Obst- und Gemüsesorten in 3 bis 5 Portionen am Tag. Gemüse kann roh und gekocht verzehrt werden. Eine Portion Obst oder Gemüse kann man durch ein Glas Obst- oder Gemüsesaft ersetzen.

3. Wenn du Fleisch isst, dann ziehe weißes Fleisch (Gefügel oder Fisch) dem roten Fleisch (Rind, Lamm, Schwein, Wild) vor. 2 bis 3 Portionen Fleisch (à 100 bis 150 g) pro Woche sind ausreichend. Am besten isst du natürlich gar keine tierischen Produkte. Aber wenn du momentan z.b. jeden Tag mehrmals Fleisch/Wurst/Käse isst, versuche es zu minimieren. Schritt für Schritt. 

4. Omega-3-Fettsäuren sind sehr wichtig. Täglich. Diese findest du in Algen, die auch der Fisch im Wasser isst. Der Fisch produziert also auch nicht selbst im Organismus das Omega-3-Fettsäuren. Wir müssen also nicht den Umweg über den Fisch gehen. Wir können gleich die Omega-3-Fettsäuren zu uns nehmen. Also über Algen. Oder Leinsamen, Chiasamen… Dabei spielt auch das Verhältnis von EPA und DHA eine Rolle. Wenn du auf der sicheren Seite sein möchtest, würde ich dir Nahrungsergänzungsmittel empfehlen. Hier findest du einige:

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5. Meide „schnelle“ Kohlenhydrate, also alle Formen von raffiniertem Zucker: Iss nur selten Kuchen und Süßigkeiten, wenn, dann mit natürlichem Zucker wie von Datteln o.ä. , jedoch auch in Maßen.

6. Ganz wichtig: Mindestens 1,5 Liter kalorienfreie Getränke am Tag. Grüner Tee ist besonders empfehlenswert, er enthält wertvolle Pflanzenstoffe.

7. Nimm Alkohol nur in moderaten Mengen zu dir.

8. Reduziere die Fettzufuhr. Die Fettaufnahme sollte weniger als ein Drittel der Nahrungsenergie entsprechen, also nicht mehr als ca. 600 kcal Fett am Tag. Ich empfehle auch gerne weniger. Bevorzuge pflanzliche Fette gegenüber tierischen Fetten, z.B. Pflanzenöle mit einfach ungesättigten (z. B. Olivenöl) oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Rapsöl, Sojaöl).

9. Wenn du Fleisch isst, achte bei der Zubereitung darauf, Fleisch nicht stark anzubraten oder zu grillen, denn beim Braten oder Grillen können krebserregende Substanzen entstehen.

Dieser Text entstand mit fachlicher Unterstützung des Krebsinformationsdiensts (KID). 
Quellen:

Behrens G, Gredner T, Stock C, Leitzmann MF, Brenner H, Mons U. Krebs durch Übergewicht, geringe körperliche Aktivität und ungesunde Ernährung - Schätzung der attributablen Krebslast in Deutschland. Dtsch Arztebl Int. 31.08.2018;115(35-36):578-585. doi: 10.3238/arztebl.2018.0578.

Internet-Seite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (www.dge.de).

Wie bereits erwähnt, habe ich in den letzten Wochen miterleben müssen, wie sich die kranke Person gequält hat. Es ist ja auch so, dass es nicht bei einer Erkrankung bleibt. Bei chronischen Erkrankungen, kann z.B. auch Fatigue hinzu kommen. Es ist meistens ein Syndrom bei MS-Kranken (multiple Sklerose), kann aber auch bei anderen kranken Menschen auftreten. Das bedeutet, dass der Körper keine Kraftreserven mehr hat.

Diese Person, die ich mit gepflegt habe. konnte irgendwann nicht mehr alleine stehen, irgendwann auch nicht mehr mit Hilfe. Der Körper war wie Blei. Ich habe so etwas noch nie erlebt. Und ich bin auch sehr dankbar, dass ich das erleben durfte, auch wenn es sehr hart war. Aber ich habe daraus wieder sehr viel gelernt. Die Person konnte dann auch irgendwann nicht mehr selbst essen, weil der Arm nicht mehr zum Mund geführt werden konnte. Der ganze Körper wurde kaputter und kaputter, er war irgendwann voller Krebs. Denn das Immunsystem war irgendwann absolut kaputt.Die Krebszellen konnten sich schön weiter verbreiten.

Vorher wurde diese Person aber 9x operiert. 9x!!! Er wurde zum Teil auch echt tot operiert. Dann wurde ihm aus Versehen in die Lunge gestochen…und ach, was da alles passiert ist.

Er bekam einen künstlichen Darmausgang, was heutzutage schon ganz normal ist, wie die Ärzte wohl mitteilten. In Deutschland leben etwa 150.000 Menschen mit einem künstlichen Darmausgang. Willst du das wirklich? Weißt du wie das funktioniert? Ui. Also ich finde das ziemlich heftig. Du gehst dann nicht mehr zur Toilette, sondern hast einen Beutel am Körper. Der Darm guckt etwas aus deinem Körper heraus, und daran kommt dann zuerst eine Platte und dann der Beutel. Oder es ist beides zusammen. Da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Der Beutel muss dann gewechselt werden. Mal mehrmals täglich, mal 1 mal am Tag. Das ist auch unterschiedlich. Dazu sage ich auch mehr in meinen Vorträgen. Da bringe ich sogar so einen Beutel mit Platte mit, und zeige Fotos wie das an einem Menschen aussieht.

Du kannst mich gerne für einen Vortrag buchen. Schreibe einfach eine Nachricht an: kontakt@veganeernaehrungsberatung.de

Ja, also dieser Mensch war lange zu Hause und wurde auch dort gepflegt. Leider konnte diese kranke Person auch irgendwann die Tabletten nicht mehr einnehmen, es war jedes Mal ein sehr anstrengender Akt, er spuckte sie aus, oder es dauerte mehr als eine halbe Std, bis er sie herunter geschluckt bekam. Es war für alle Beteiligten sehr anstrengend.

Die Pflegerin, die Tag und Nacht da war, sagte irgendwann, dass sie das nicht mehr schafft. Tja, die kranke Person hätte dann in ein Altenheim gemusst. Die ganze medizinische Versorgung konnten wir nicht gewährleisten. Finanziell war es auch alles sehr schwierig. Und in einem Altenheim kann er auch nicht wirklich so gut gepflegt werden. Es fehlt einfach Personal. So kam diese kranke Person in ein Hospiz. Es ging dem Ende entgegen.

Ich habe es alles hautnah miterlebt, wie sich diese Person quälen musste. Zum Glück gibt es starke Mittel wie Morphium gegen die Schmerzen. Nach ein paar Tagen dann ist die kranke Person gestorben. Es war für mich schon ein Schreck eine Leiche zu sehen. Und gleichzeitig wurde mir mehr und mehr bewusst: Es ist nur die Hülle. Wir machen daraus den Menschen, so wie er ist. Mit den Gedanken, die wir haben. Denn das fehlt noch:

Gedanken können auch gesund oder krank machen. 

Alles Leben war weg aus dem Körper, es war erschreckend das so zu sehen.


Das alles kann passieren, wenn du nicht darauf achtest, was du isst, wenn du dich kaum bewegst, vielleicht regelmäßig rauchst und Alkohol trinkst. Wenn du dich gesund ernährst, hast du ja meistens das Bedürfnis auch insgesamt gesund zu leben. Dann passiert das andere meist von alleine.

Wenn du also MAL Pommes oder Kuchen isst, MAL ein Glas Wein oder Bier trinkst, wird das nicht schlimm sein. Und wenn du ein gutes Karma hast, wird es auch noch etwas anders sein. Aber das gute Karma soll ja auch erhalten bzw. ausgebaut werden, oder? 🙂

Auf einige dieser Dinge gehe ich auch genauer in meinem Online Kurs ein, den ich zur Zeit plane.

Wenn du mehr darüber wissen, oder evtl. dabei sein möchtest, kannst du dich gerne auf die Warteliste setzen lassen, ganz unverbindlich. Wie in meiner letzten Episode bereits erwähnt, sicherst du dir damit einen Platz und 20% Ermäßigung auf den Kurspreis. Das gilt nur für diejenigen, die auf der Warteliste stehen.

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Ich wünsche dir eine tollen Wochenbeginn, bleibe oder werde gesund!

Wenn du den Blogbeitrag auch hören möchtest, kannst du das auch. Ich habe analog dazu auch eine Podcast-Episode erstellt.

> Hier kommst du zu meinem Podcast


 

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