Bananen sind nicht vegan + 9 weitere Irrtümer

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In diesen Alltagsprodukten steckt „Tier“

Exkremente von Läusen, Schweineblut, zermahlene Knochen oder Därme tierischen Ursprungs sind oft in Produkten des täglichen Lebens enthalten. Sie sind oft mit unverständlichen Bezeichnungen getarnt, die oft schwer zu erkennen sind.

Ich zeige dir auf, in welchen 10 Kosmetika, Lebensmitteln und anderen Produkten „Tier“ versteckt sein kann.

Bananen

1. Bananen

Bananen sollen nicht vegan sein? Klingt verrückt, oder? Ist aber so. Damit Bananen auf dem langen Transportweg aus fernen Ländern nicht braun oder von Insekten befallen werden, erhalten einige von ihnen eine Dusche mit Chitosan. Chitosan ist ein Pestizid und wird aus den Panzern von Garnelen oder Insekten hergestellt.

Lösung –> Mit dem Kauf von BIO-Bananen umgehst du diesen tierischen Stoff.

Lippenstift

2. Lippenstift

Woher kommt die rote Farbe in vielen Lippenstiften. In manchen Fällen sind es zerriebene, weibliche Schildläuse. Es werden also Schildläuse für Lippenstifte verwendet. Bezeichnet wird der Stoff als Karmin, mit der Kennzeichnung E 120.

Lösung –> Es gibt vegane Lippenstifte. Sogar bei DM oder Rossmann. Schau einfach mal bei der Firma Alverde oder Alterra.

Kaugummi, Bonbons

3. Kaugummi

In manchen Kaugummis oder Kaubonbon ist der Inhaltsstoff E 904 enthalten. Dahinter verbirgt sich Schellack. Schellack wird aus dem Sekret weiblicher Lackschilddläuse gewonnen. Für 1kg Schellack werden 300.000 Läuse benötigt. Schellack wird auch oft als Überzugsmittel von Obst verwendet, damit Zitrusfrüchte glänzen und langsamer austrocknen. Auch der Schellack Nagellack besteht also aus Läusen.

Zigaretten

4. Zigaretten

Zigarettenfilter können Hämoglobin enthalten. Dieser eisenhaltige Proteinkomplex verleiht ja unseren roten Blutkörperchen die Farbe und ermöglicht den Sauerstofftransport im Körper. Bei Zigaretten filtert Hämoglobin Schadstoffe aus dem Tabak und wird meist aus Schweineblut gewonnen.

Lösung –> Aufhören zu rauchen.

Zahnpasta

5. Zahnpasta

Knochenmehl macht Zähne weißer, da es eine schleifende Eigenschaft besitzt. Aus dem Grund findet man diesen Bestandteil in manchen Zahnpasten. Auch Glycerin, das manchmal aus Schweineknochen hergestellt wird, dient als Karies hemmender Zusatzstoff. Außerdem kann Zahnpasta Bienenpollen oder Bienenwachs enthalten.

Lösung –> Nein, nicht aufhören Zähne zu putzen. 🙂 Es gibt mittlerweile viele vegane Zahnpasten und Mundwasser. Findest du auch wieder bei DM oder Rossmann. Ich habe auf meinem YouTube Kanal u.a. zu Zahnpasta ein Video gedreht. Auch zu Cremes etc. Ich werde irgendwann den YouTube Kanal wieder weiter bespielen, momentan schaffe ich es leider zeitlich nicht. Aber ein paar Videos sind ja vorhanden. HIER kommst du zu meinem YouTube Kanal. Du kannst ihn natürlich gerne abonnieren, so wirst du ja benachrichtigt, wenn wieder ein neues Video online geht.

Schuhe

6. Schuhe

Wer sich für eine vegane Lebensweise entscheidet, verzichtet auch auf den Kauf von Lederwaren. Doch Achtung: Die verwendeten Klebstoffe können tierische Inhaltsstoffe enthalten. Verarbeitete Schlachtabfälle wie Knochen und Haut, oder das Milchprotein Kasein werden bei der Produktion von Bindemitteln teilweise verwendet.

Lösung –> Wenn du noch Lederkleidung oder etwas aus Leder besitzt, entsorge es bitte nicht. Denn dadurch wird das Tier nicht mehr gerettet. Und du müßtest dir etwas Neues kaufen, was die Umwelt durch die Produktion wieder belastet. Achte einfach bei zukünftigen Käufen darauf, dass du Kleidung ohne tierische Stoffe kaufst.

Kaffee

7. Kaffee

Laut EU – Zusatzverordnung sind für Kaffee Bienenwachs, also E 901 und Schellack, also E 904 als Überzugsmittel erlaubt. Diese werden bei Rohkaffee verwendet, um dessen Fließfähigkeit zu verbessern. Sie zählen zu den sogenannten Verarbeitungshilfsstoffen, die nicht kennzeichnungspflichtig sind.

Lösung –> Beim Hersteller direkt nachfragen.

Parfüm - nicht vegan

8. Parfüm

Bei der Herstellung von Parfüm werden diverse tierische Substanzen insbesondere als Fixiermittel eingesetzt. So zum Beispiel Zibet, ein Sekret, das Zibetkatzen unter Schmerzen aus einer Drüse nahe ihres Geschlechtsorgans herausgeschabt wird. Auch Ambra, eine grauschwarze, wachsartige Substanz aus Wal-Därmen oder Castor aus den Genitalien von Biber und Bisamratten werden hierfür verwendet.

Lösung –> Es gibt auch vegane Parfüms. Schau einfach mal online.

Creme - nicht vegan

9. Cremes

Viele versteckte tierische Zusatzstoffe sind in Kosmetik enthalten. Beispiele hierfür sind Meeresschildkrötenöl, das aus den Muskeln und Genitalien dieser Tiere gewonnen wird. Weiterhin die Ausscheidungsstoffe von Föten (also Embryo) geschlachteter Tiere. Auch ein Zusatzstoff ist Isopropyl Lanolate, ein Sekret das aus den Talgdrüsen von Schafen gewonnen wird. Alipatischer Alkohol aus Fischleberöl, Butter oder Eigelb wird gern eingesetzt. Alipatischer Alkohol heißt so, weil es (grob gesagt) etwas mit der Zusammensetzung der  Moleküle zu tun hat. Also alle diese Stoffe finden sich insbesondere in Hautcremes wieder.

Lösung –> Wie schon oft: Schau bei Rossmann oder DM nach. Oder stelle dir selbst Cremes her.

Cornflakes - nicht vegan

10. Cornflakes

Auch nicht vegan. Gelatine ist ein tiersicher Bestandteil, den ja viele Lebensmittel enthalten. Gelatine ist geschmacksneutrales tierisches Eiweiß, das größtenteils aus dem Bindegewebe von Schweinen, manchmal aber auch Rindern stammt. Viele Süßwaren wie Gummibärchen, aber auch Salatdressings oder mit Zucker überzogene Cornflakes enthalten dieses Geliermittel tierischer Herkunft.

Lösung –> Am besten so wenig wie möglich Fertigprodukte kaufen, sondern lieber selbst herstellen. Und natürlich auf die Zutatenliste schauen. Je mehr Zutaten aufgeführt sind, desto ungesünder kann das Produkt sein. Am besten stelle dein Müsli selbst zusammen, mit Haferflocken, Nüssen, Samen, Obst. Dann hast du ein tolles nahrhaftes Frühstück und weißt, was drin ist.

Als letzter TIP: Versuche nicht alles auf einmal umzusetzen. Das wird dich überfordern. Mache es Schritt für Schritt. Wenn du z.B eine neue Creme kaufst, dann schaust du einfach dieses Mal etwas gründlicher zu den Inhaltsstoffen.

So, das war es für heute wieder. Ich wünsche dir einen tollen Wochenbeginn. Bleibe oder werde gesund!


>> HIER kommst du zu meinem Podcast, wenn du lieber hörst als liest.

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