Die 10 Gebote und vegane Ernährung

Was haben die 10 Gebote mit der veganen Ernährung zu tun?

Einzelne Gebote kennen viele aus dem Religionsunterricht: Du sollst nicht töten. Oder: Du sollst Mutter und Vater ehren. Nach biblischer Überlieferung hat Gott die Zehn Gebote dem Propheten Mose auf dem Berg Sinai übergeben. Sie sind im Alten Testament überliefert. Die Gebote regeln die Haltung des Menschen zu Gott und zu den Mitlebewesen.

Ich frage mich, warum der Papst nicht vegan is(s)t. Denn er hält sich weder an das 5. Gebot, noch an das 7. Gebot. Wieso nicht? Ich verstehe das nicht.

Eine Erklärung zu den Geboten (eine Übersicht aller Gebote ist weiter unten zu finden):

Das fünfte Gebot: Du sollst nicht töten
Es steht nicht geschrieben: Menschen sollst du nicht töten, Tiere darfst du töten. Es steht geschrieben: Du sollst nicht töten! Punkt.
Es werden Tiere getötet. Und jeder Mensch, der Fleisch isst bzw. tierische Lebensmittel zu sich nimmt, lässt Tiere dafür töten und/oder quälen.

Das siebte Gebot: Du sollst nicht stehlen
Die Menschen, die Honig essen, stehlen den Bienen den Honig. Denn die Bienen benötigen den Honig selbst als Nahrung für den harten Winter, wenn es für sie keine Nahrung gibt. Und sie arbeiten hart für ihren Honig bzw. ihre Nährstoffe. Wir Menschen stehlen ihn dann. Und das mit ganz heftigen Methoden. Dazu werde ich einen gesonderten Blogartikel schreiben.

Jedes Jahr werden allein in Deutschland knapp 800 Millionen Landlebewesen getötet, hinzu kommen Milliarden Meeresbewohner.

Die Aufzucht von Tieren in Tierfabriken ist grausam und eine ökologische Katastrophe. Das Essen von Tieren ist schlecht für unsere Gesundheit und wird mit vielen Krankheiten und Beschwerden, einschließlich Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit in Verbindung gebracht.
Eine Vielzahl an Studien belegt: Vegetarier und Veganer weisen ein deutlich geringeres Risiko für zahlreiche chronische Erkrankungen auf, insbesondere für Übergewicht, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie für bestimmte Krebsarten. Das liegt auch daran, dass eine rein pflanzliche Kost viele ernährungsphysiologische Vorteile mit sich bringt.

Nur weil wir es immer so gemacht haben (Milchkonsum findet erst seit 9000 Jahren statt. Zu Laktoseintoleranz habe ich auch eine Podcast-Episode erstellt) und/oder es so viele Menschen machen, heißt es nicht, dass es richtig ist. Wir sind alle in und mit bestimmten Denkmustern groß geworden. Ok. Aber irgendwann sind wir alle groß und können selbst denken. Was, von dem, was mir beigebracht worden ist, war richtig, was nicht? Was fühlt sich nicht mehr konform an mit meinem Glauben, mit meinem Leben? Oder auch allgemein mit dem heutigen Leben. Zeiten ändern sich! Wir können uns nicht immer nur das heraus picken, was für uns einfach ist, und alles andere verdrängen. Ja, es kann sein, dass viele Menschen sich nicht ausgrenzen möchten von anderen, keine Außenseiter sein möchten, nicht die Kraft dazu haben. Ok. Dann müßten sie nicht darüber reden, aber unternehmen können sie trotzdem etwas. Jeder kann in seinem Leben, in seinem Umfeld etwas ändern. Jeder, noch so kleine, Schritt zählt.

Ich rede Tacheles

Und ich möchte in diesem Artikel nicht immer vorsichtig sein müssen mit dem, was ich zu dem Thema „vegan“ sage oder schreibe. Viele VeganerInnen veröffentlichen tolle Rezepte und versprühen positive Energie. Das ist toll! Das ist aber auch einfach! So werden sie von „jedem“ gemocht. Ich muss nicht von jedem gemocht werden. Was ich möchte ist Menschen aufklären, Tacheles reden und schreiben. Menschen wach rütteln. Das ist es, was ich möchte. Das ist meine Mission. Im Kampf für Tierrechte! Im Kampf für die Welt!

Handeln ist JETZT notwendig. Nicht immer warten, und, ach, kann ich morgen noch machen. Nein! JETZT!

Und es geht nicht nur darum, was die 10 Gebote aussagen. Es wundert mich aber sehr, dass so viele Menschen diesem Glauben (angeblich) zugehörig sind, aber nicht zu 100% auch leben!

Es geht also nicht nur um die 10 Gebote, es geht ganz einfach um das Herz, das jeder Mensch im Körper trägt. Nur darauf sollten wir hören. Und weniger Egoist sein.

Wollt ihr das wirklich?

Ich frage mich oft, ob sich die Menschen wirklich über ihr Verhalten bewusst sind? Leute, wenn ihr Fleisch bzw. tierische Produkte esst, müssen dafür Lebewesen sterben. Sie werden womöglich vorher noch gequält! Ist das wirklich in eurem Sinne?

Willst du wirklich, dass Tieren bei lebendigem Leibe die Federn gerupft werden (obwohl es verboten ist), nur um dafür für euch z.B. Daunen herzustellen?

Willst du wirklich, dass Tiere bei lebendigem Leibe aufgeschlitzt/gekocht werden?

Tiere werden getreten, geprügelt. Schweine werden bei lebendigem Leibe kastriert, ohne Narkose. Männliche Küken werden bei lebendigem Leibe geschrettert.

Willst du das wirklich alles? Du meinst, du kannst nichts ändern! Doch! Natürlich. Wenn du verschiedene Dinge nicht mehr kaufst, werden sie auch irgendwann nicht mehr hergestellt bzw. nicht mehr in den Supermarktregalen oder auf dem Wochenmarkt zu finden sein.

Es werden immer mehr Menschen, die sich pflanzlich ernähren, und auch sonst auf eine vegane Lebensweise achten. Du bist also nicht alleine. Es gibt ganz viele Foren, Gruppen etc., da bist du sicher aufgehoben. Da bist du unter Gleichgesinnten. VeganerInnen sind heute nicht die Menschen, die früher mal als Öko eingestuft worden sind. Sehr viele Ärzte und auch Prominente ernähren sich vegan, darunter Leonardo DiCaprio, Johnny Depp, Demi Moore, Miley Cirus, James Cameron, usw.

Das ist dann Karma

Und wenn jemand sagt, es ist mir egal, dass Tiere für mich gequält und getötet werden…OK. Das ist dann sein/ihr Karma. Dann muss diese Person auch mit einem Ausgleich rechnen. In diesem oder im nächsten Leben. Was meine ich mit Ausgleich? Nun. Wir sind hier auf der Erde um uns weiter zu entwickeln, um bessere Menschen zu werden. Jeder bringt sein/ihr Karma mit, und hat sich mal dafür entschieden, es zu verbessern. Und dazu gehört jedes Lebewesen mindestens zu akzeptieren & zu respektieren. Von Liebe spreche ich hier noch nicht mal.

Mit Ausgleich meine ich also z.B.:

Tierische Produkte sind stark gesundheitsgefährdend & krebserregend

Es gibt zahlreiche Studien dazu. Das ist also Fakt. Dann sollte man also beim Verzehr von tierischen Produkten damit rechnen, dass man krank wird, und somit ein Ausgleich stattfindet. Oft muss die kranke Person sich sehr quälen und hat starke Schmerzen. Vielleicht genau so stark wie die Schmerzen der Tiere, die die Person gegessen hat. Denn Tiere haben ein Nervenzentrum. Sie spüren auch Schmerzen, Angst, Freude, Verlust…

Übrigens gehen all diese Gefühle in die Zellen der Tiere über, die der Mensch dann mit isst. Somit können tatsächlich dadurch Ängste entstehen.

Oder der Ausgleich passiert in anderer Form. Aber er passiert definitiv. Ich durfte es schon mehrmals miterleben. Das ist auch das einzige, was mich meinen Schmerz etwas mindern lässt, wenn ich daran denke, was Tiere so erleiden müssen. Dann denke ich daran, dass jeder einen Ausgleich erhält. Vielleicht hilft es ja auch anderen, die dies lesen.

Traurig & wütend

Mich macht das sehr traurig und auch wütend. Was müssen das für Menschen sein, die Tiere schlachten können? Ich kann das nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich wird man irgendwann abgehärtet und verdrängt noch mehr, genau wie Ärzte. Denn sonst gehen sie selbst kaputt. Nur so kann ich mir das vorstellen.

Die meisten Menschen sind nur noch mit ihrem eigenen Leben beschäftigt: Warum habe ich das nicht? Warum muss ich das erleiden? Wieso gerade ich? Wie kann ich reicher, schöner, schlanker etc. werden? Kümmert euch doch mal mehr um andere Lebewesen. Das wird euch gut tun, und eure Probleme werden in den Hintergrund treten, oder sogar komplett verschwinden.

Oder die Aussage: „Das sind doch Nutztiere“ . Oder wenn sich über VeganerInnen lustig gemacht wird, ohne sich alles überhaupt mal genauer angesehen zu haben, oder sich damit beschäftigt zu haben. Diese Vorgehensweise finde ich jedoch psychologisch sehr interessant.

Und dann die Aussage: „Ja, aber ich mag so gerne Fleisch!“

Schön, kann ja sein. Aber es geht nicht um dich! Es geht nicht darum, was du gerne magst oder isst. Es geht nicht ständig nur um dich!

Angenehmer wird es bei den Menschen, die in etwa sagen: Ja, ich weiß, dass tierischer Konsum nicht richtig ist, aber ich weiß nicht, wie und was ich ändern kann. Das ist Ehrlichkeit, das nenne ich Stärke! Und diesen Menschen stehe ich gerne zur Seite und unterstütze sie.

Es ist unsere Entscheidung, wie wir uns ernähren

Die vegane Ernährung hat auf Vieles Einfluss. Und eigentlich ist es die natürlichste und die normalste Ernährung für uns Menschen. Das haben wir nur vergessen im Laufe der Zeit, im Laufe der industriellen Revolution, der Zusatzstoffe und chemisch hergestellten Produkte.

Es war unsere Entscheidung, was wir mit den uns zur Verfügung gestellten Mitteln unternehmen. Wir können Tiere meist nicht mit bloßen Händen töten. Wir müssen dazu Werkzeuge herstellen. Schon das alleine muss doch nachdenklich machen. Kann das richtig sein? Das, was uns die Natur, das Universum zur Verfügung stellt, können wir so essen, ohne Werkzeug, ohne jemandem weh zu tun. Die Natur stellt uns so tolle, leckere Nahrungsmittel zur Verfügung: Obst, Gemüse, Nüsse, Samen, Getreide…Das alles ist absolut ausreichend, um zu überleben. Und man kann so Vieles damit zubereiten, wenn man es geschickt kombiniert. Alles ist reine Gewohnheit. Gewohnheiten kannst du ändern. Nach und nach.

Das zeige ich in meiner kostenlosen 5 Tage Vegan Challenge.

BIO Lebensmittel

Und BIO Lebensmittel sollten auch der Normalzustand sein. Alles andere hat unsere Böden kaputt gemacht. Die meisten Böden sind voller Gift. Kann das richtig sein? Das muss doch unser klarer Menschenverstand einordnen können.

Greta Thunberg, die Umweltaktivistin hat auch Tacheles geredet. Sie wurde ernst genommen. Wohl weil sie noch ein „Kind“ ist. Hätte eine erwachsene Person so geredet…es wäre wohl anders ausgegangen. Also: Danke, Greta, dass es dich gibt.

Umwelt & Welthunger

Greta ist übrigens auch Veganerin geworden. Was hat die Umwelt mit vegan zu tun? Ganz einfach. Zum Beispiel müssen ganz viele Tiere und auch Lebensmittel bzw. Inhaltsstoffe, Medikamente für die Tiere etc. hin-und her transportiert werden. Das passiert alles auf Kosten der Umwelt. Und das Getreide, Soja, Mais, Bohnen etc., das auf der ganzen Welt angebaut wird, ist meist für die Tiere, also für den eigenen Stoffwechsel der Tiere…bis sie geschlachtet werden. Das könnten alles die hungernden Menschen auf der Welt essen. Fleischesser sind also mit verantwortlich für den Welthunger.

Weiterhin wird von den großen Unternehmen den armen Menschen Land für wenig Geld abgekauft, um darauf dies alles anzubauen. Diese armen Menschen haben leider keine andere Wahl, kommen gegen diese frechen Menschen nicht an. Es ist also auch ein sozialer Aspekt, der hinter der veganen Ernährung, der veganen Lebensweise liegt.

Warum?

Warum sind wir so geworden? Schneller, härter, unnahbarer…weil wir sonst untergehen, und von anderen zertreten werden…? Wann lernen wir endlich? Jeder kann das Spiel ein Weilchen mitspielen, und geht dann trotzdem irgendwann unter. Aber aus der Reihe heraus zu treten, nein zu sagen zu all dem, wieder zur Gerechtigkeit zu finden, und weniger Egoismus walten zu lassen, das ist wahre Stärke! Und Mut! Ich habe mich für diesen Weg entschieden. Es war und ist bis jetzt ein harter und oft auch einsamer Weg. Aber er ist richtig. Ich fühle mich damit sehr viel wohler, und bin gesünder.

Tiere…sie sind mit uns hier, nicht für uns. Sie sind so witzig & intelligent, können so viel Liebe geben und empfangen, und sind so dankbar!

Sie sind die wahren Helden unter uns.

Ostern:

Gerade zu Ostern werden wieder so viele Tiere getötet, und hinterher (nach Nichtverzehr) auch noch weg geworfen. Sterben werden hierfür weltweit Abermillionen Tiere, unter ihnen Lämmer, Karpfen, Hasen, Kaninchen, sowie zahlreiche weitere Individuen der verschiedenen Arten. Für die Feiern der einen müssen die anderen sterben. Das Fest der Liebe wird in Blut getränkt.

Früher hätte ich mich das alles nicht getraut, ich war auch so in dieser Tretmühle verhaftet, wollte nicht auffallen, jedem gefallen. Bullshit. Wirklich. Ich habe mich für so viele Menschen aufgeopfert und mein Leben ganz vergessen. Hilfe erhalten habe ich so gut wie nie. Aber das war OK. Ich habe nicht geholfen, um etwas zurück zu bekommen. Ich habe nie etwas erwartet. Jahrzente gingen ins Land. Doch Menschen haben mir schreckliche Dinge angetan. Ich bin daran oft zerbrochen. Das würden Tiere niemals tun.

So lange wir Tiere töten, werden wir auch Kriege führen.

Das war Tacheles. Wem es nicht gefällt, der braucht meinen Blog nicht weiter lesen, und auch sonst meine Seiten nicht zu besuchen. Danke.

>>> Hier findest du meinen neuen Podcast <<<

Die 10 Gebote

Das erste Gebot
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Das zweite Gebot
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

Das dritte Gebot
Du sollst den Feiertag heiligen.

Das vierte Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

Das fünfte Gebot
Du sollst nicht töten.

Das sechste Gebot
Du sollst nicht ehebrechen.

Das siebte Gebot
Du sollst nicht stehlen.

Das achte Gebot
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Das neunte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

Das zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Hinweis:
Bei der Zählung der Gebote gibt es im Judentum und in den christlichen Kirchen unterschiedliche Traditionen. Die hier wiedergegebene Fassung folgt der lutherischen und römisch-katholischen Tradition. Eine andere Zählung ergibt sich dort, wo das Bilderverbot – „Du sollst dir kein Bildnis machen“ – als zweites Gebot aufgeführt wird, so in der anglikanischen, reformierten und orthodoxen Tradition. Dort werden dann „neuntes“ und „zehntes“ Gebot als ein Gebot verstanden.

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