Mein persönlicher Rückblick 2019

Persönlicher Rückblick:

Meinen persönlichen Rückblick veröffentliche, um

  1. auch dich dazu zu animieren, einen Rückblick aufzuschreiben
  2. vielleicht aus meinen Fehlern und/oder Ereignissen etwas zu lernen
  3. dir hoffentlich etwas Unterhaltung mit meinem Leben zu bieten

Diese Episode ist länger als sonst. Du kannst sie dir ja in mehreren Teilen anhören. Viel Spaß!

Die Überschriften zu meinem ganz persönlichen Rückblick 2019 lauten:

➡︎ Das 1.Mal

➡︎ Rückblick zum 1. Quartal 2019 – neue Hoffnungen und Pläne

➡︎ Rückblick zum 2. Quartal 2019 – Schlimmes Erlebnis veränderte mein Leben

➡︎ Rückblick 3. Quartal 2019 – neuer Anfang! Durchhaltevermögen ist gefragt!

➡︎ Rückblick 4. Quartal 209 – Ein wenig Ruhe kehrt ein

➡︎ Durch meinen Rückblick habe ich folgendes Fazit für das Jahr 2019


Das 1. Mal

So, nun folgt mein Rückblick zum Jahr 2019. Das ist das 1.Mal, dass ich das für mich auch einmal so aufschreibe. Ich kann dir das auch nur empfehlen. Das ist sehr aufschlussreich. Es macht alles noch einmal etwas bewusster. Und: meist können wir ja das Leben nur rückwärts verstehen, müssen es aber vorwärts leben. Und bei einem Rückblick kannst du bestimmt noch einmal viele Erkenntnisse daraus erlangen. Ich habe mich dazu entschieden für dieses Jahr meine monatlichen Highlights aufschreiben. Für den Rückblick 2020. 🙂

Denn oft vergisst man tatsächlich Dinge, die passiert sind, obwohl sie einen großen Anteil an einer Veränderung haben. Meist bekommt man das gar nicht mit, wenn man nicht aufmerksam hinschaut. Deswegen ist ein Rückblick am Jahresende schon ganz hilfreich.

Dieses Mal werde ich meinen Rückblick quartalsweise zusammenfassen, und auch hauptsächlich Berufliches. Doch ich gebe auch einen kleinen Einblick in mein Privatleben. Also gut. Los geht’s.


Rückblick-2019


Rückblick zum 1. Quartal 2019 – neue Hoffnungen und Pläne

Meine Projekte als Freiberuflerin gefallen mir nicht mehr so gut. Es wurden mehr Versprechungen gemacht als gehalten wurden. Viele Firmen nutzen uns Freiberufler einfach aus, weil sie meinen, wir bauchen jeden Job.

Kurz zur Erklärung: Freiberufler sind selbständige Personen, die auf Rechnung für andere Unternehmen tätig sind. In meinem Fall war das so, dass ich z.B. für Aussendiensttätigkeiten oder Trainings gebucht wurde und das dann den Unternehmen in Rechnung stellte. Vorab gab aber meist das Unternehmen vor, wie viel sie dafür bezahlen würde, und auch alle anderen Bedingungen wurden von den Unternehmen vorgegeben.

Dann konnte ich ablehnen oder annehmen. Um Sozialversicherungen kümmern sich freiberufliche auch selbst. Aus dem Grund ist das für viele Firmen auch sehr attraktiv. Sie zahlen nur ein Honorar und müssen sich um nichts weiter kümmern. Für mich als Freiberuflerin war der Vorteil, dass ich unabhängig bin – auf eine gewisse Art und Weise. Ich konnte mir zum Glück meistens die Unternehmen, mit denen ich arbeiten möchte, aussuchen. Andere können das oft nicht, und müssen dann für einen Hungerlohn arbeiten. Denn, wenn man als Freiberufler nicht arbeitet, verdient man kein Geld. So einfach ist das. Und das haben, wie bereits erwähnt, viele Unternehmen ausgenutzt.

Ich war jedoch mit meinen Aufträgen meistens zufrieden, habe mich damit arrangiert oder habe keine Projekte für diese Unternehmen mehr durchgeführt, die nicht korrekt gearbeitet haben.

So. Da ich aber schon lange mit dem Gedanken spiele, Online-Kurse zum Thema Ernährung und vegan zu erstellen, beschäftigte ich mich immer mehr damit. Ich hatte es schon einmal selbst probiert, und ein wenig in Angriff genommen, aber ich wußte einfach zu wenig von Online-Kursen, um wirklich durchzustarten.

Dann habe ich Anfang des Jahres eine tolle Möglichkeit entdeckt. Es gibt ja viele Anbieter, die zeigen wie man einen Online – Kurs erstellt. Irgendwie waren die alle nicht nach meinem Geschmack. Dann aber habe ich eine ganz junge Frau entdeckt. Und bei ihr habe ich dann einen Kurs über Online Kurse gebucht. Das war die beste Entscheidung, die ich zu diesem Thema machen konnte. So wie sie das macht und erklärt hat, hätte ich das niemals aufgebaut. Ich war also nun voller Hoffnungen und stürzte mich vollkommen in mein neues Projekt, den Online Kursen. Gleichzeitig versuchte ich mehr freiberufliche Projekte zu machen, um mehr Geld zu verdienen und dieses Geld somit auch in meine Kurse stecken zu können. Denn es braucht auch einiges an Software, die gekauft werden muss, Equipment für die Videos, eine neue professionelle Website und so weiter.

Doch ich war so voller guter Hoffnung und positiv eingestellt. Nach meinen letzten Jahrzehnten, die oft voller Qualen waren, endlich mal wirklich ein Weg in die richtige Richtung. Im April soll es losgehen mit dem Online Kurs über Online-Kurse, von dem ich viel lernen sollte.


Rückblick zum 2. Quartal 2019 – Schlimmes Erlebnis veränderte mein Leben

Der April war da, und ich arbeitete viel. Super. Ich freute mich. Es schien alles wie geplant zu klappen. Ich kam bis Woche 3 bei dem Kurs.

Dann kam der 09.05.19. Ich war bis 18:00 Uhr in einer Apotheke in Ost-Berlin beschäftigt, und fuhr dann nach Hause. Ich war so kaputt von den letzten Wochen, und freute mich sehr auf mein Bett. Ich bin auch bereits so gegen 21:00 Uhr ins Bett gegangen. Diese Nacht veränderte mein Leben. Ich möchte nur kurz darauf eingehen. Gegen 21:30 Uhr hörte ich ganz komische Geräusche, und konnte sie gar nicht zuordnen. Solche Geräusche hatte ich noch nie gehört. Ich bin dann aufgestanden und habe überall nachgeschaut. Nichts. Dann habe ich mich wieder hingelegt. Weiterhin Geräusche. Mein Kater war auch ganz nervös. Dann bin ich wieder aufgestanden. Dieses Mal bin ich nochmals alles abgegangen und…sah ihn. An der Balkontür…ein Einbrecher. Ich stand ihm sozusagen gegenüber. In so einem Moment kommt bei uns Menschen entweder der Kampf-oder Fluchtmodus. Ich habe mich für den Kampfmodus entschieden. Natürlich unbewusst, denn so etwas passiert automatisch, das kommt noch von ganz früheren Zeiten, als uns z.B. Säbelzahntiger gegenüber standen. Kämpfen oder Flüchten. Dann kam das ganze Programm mit der Kriminalpolizei. Und, ehrlich, die waren absolut unempathisch. 

Noch Tage danach habe ich am ganzen Körper gezittert, habe 5 Kilo in einer Woche abgenommen. Ich bin natürlich weiterhin zu meinen Trainings in den Apotheken gegangen, ich musste ja Geld verdienen. Allerdings mit einer viertel Flasche Baldrian intus.

Dieses Ereignis hat bei mir alles auf RESET gedrückt. Alles. Meine Gefühle, meine Einstellungen, alles ist anders als vorher. Das kann ich gar nicht so beschreiben. Es ist einfach nur irre. Vegan bin ich, zum Glück, geblieben.

Mehr möchte ich zu dem Ereignis nicht schreiben, da ich sonst wieder zu sehr in dieses Ereignis gehen muss. Und das nimmt mich immer noch sehr mit. Es hat seine Spuren hinterlassen. Das absolute Sicherheitsgefühl in den eigene 4 Wänden ist weg. Vielleicht kommt es ja eines Tages wieder. 

Trotzdem bin ich sehr dankbar für dieses Ereignis. Warum? Wieso kann man für schlimme Ereignisse dankbar sein? Das war ich eigentlich schon immer. Weil sie uns etwas sagen und zeigen wollen. Weil sie uns auf Dinge aufmerksam machen, die wir verdrängen. Und weil sie Veränderungen herbei führen, oft Verbesserungen. Weil sie den nächsten Schritt einleiten in der Entwicklung. Die genau Erklärung folgt in den nächsten Sätzen.

Also. Ich habe ca. 6 Wochen weiter in dieser Wohnung gelebt. Ich habe jede Nacht den Fernseher und Licht angehabt. Ich kann nicht mit Licht schlafen. Also habe ich mir in den ersten Nächsten eine Socke auf meine Augen gelegt. Ich bewegte mich sowieso nicht, da ich noch im Schockzustand war. Dann kaufte ich mir eine Schlafmaske, die ich heute noch jede Nacht trage. 

Ich überlegte auch, ob ich jemanden bei mir schlafen lasse oder selbst woanders schlafe. Aber nein, das kam nicht in Frage. Erst einmal, weil die Person sowieso irgendwann wieder weg muss. Also verschiebe ich nur die 1. Nacht alleine. Und woanders schlafen kam einmal wegen meines Katers nicht in Frage und 2. weil ich auch wieder hätte zurück gemusst in die Wohnung. Und das wäre mir wesentlich schwieriger gefallen. Dann nach Tagen wieder in diese Wohnung zu gehen. Also: Augen zu und durch. Wie immer. Es waren sehr harte Wochen. Und hätte ich nicht meine Mutter gehabt, mit der ich jeden Abend skypen konnte, bis ich fast einschlief, es wäre noch so viel härte gewesen. Ich war einfach nur dabei. Wie ein Gast auf dem Sofa. Nur, dass ich ein paar Stimmen hören konnte und Personen sehen konnte.  

Für mich war aber klar, dass ich ausziehen werde. Ich wollte sowieso schon länger ausziehen, habe aber nichts Passendes gefunden. Ich war mir auch nicht ganz klar, ob ich in Berlin bleiben soll oder nicht. Und somit hat sich das Ausziehen immer weiter verzögert. Dieses Ereignis wollte mir also sagen: „Hau ab. Deine Zeit hier ist um. Wenn du nicht von alleine gehst, muss eben nachgeholfen werden“.

Und zack – auf einmal war alles so klar. Meine nächsten Schritte standen fest. Ich gehe wieder in meine alte Heimat. Das wäre noch Wochen davor für mich undenkbar gewesen. Hätte mir jemand gesagt, dass ich wieder in meine alte Heimat gehe, und wie und wo ich leben werde, hätte ich die Hände über den Kopf zusammen geschlagen. Aber, wie gesagt, dieses Ereignis hat alles auf RESET gesetzt.

In meinem gebuchten Online-Kurs kam ich nicht weiter. Ich musste meinen Umzug planen, alle Möbel verkaufen/verschenken und noch weiterhin bis zum letzten Tag arbeiten. Ich weiß gar nicht, wie ich das alles geschafft habe.

Ich war auch so froh, dass ich meine freiberuflichen Tätigkeiten kündigen konnte, denn es wurde immer schlimmer. Die Tätigkeiten an sich haben mir Spaß gemacht, und auch nur deswegen bin ich so lange geblieben. Aber ein Unternehmen hat z.B. so viel gelogen. Also einige Mitarbeiter. Unfassbar. Das Schlimme daran: Sie waren der Meinung, die Lügen bemerkt niemand. Es hatten bereits noch weitere Kollegen gekündigt, vor mir. Ich weiß gar nicht, ob die Geschäftsführung das alles weiß. Es waren gute Mitarbeiter. Wie kann man sie einfach so gehen lassen? Verstehe ich nicht. Muss ich auch nicht verstehen. Bei einigen Firmen war sogar auch die Geschäftsführung so unprofessionell. 

Mein geplanter Online-Kurs musste nun also zurück stecken. Dabei hatte ich für den Herbst den Launch geplant. Nun gut, so ist es.


Rückblick 3. Quartal 2019 – neuer Anfang! Durchhaltevermögen ist gefragt!

Umzug

Nun war es soweit. Der Umzug rückte näher. Erst sollte es Ende August sein, aber nun konnte ich bereits Ende Juni umziehen. Ich zog zu meiner Mutter, denn sie brauchte Hilfe. Ihr Mann war sehr krank, benötigte Tag und Nacht Pflege. Es war auch eine Pflegefrau vor Ort, die auch in dem Haus lebte, und sich nur um ihn kümmerte, doch trotzdem war noch jede Menge zu tun. Schon alleine wie viele Maschinen Wäsche täglich gewaschen werden mussten. Jeden Tag musste gekocht und Essen zubereitet werden. Also 4x am Tag. Denn das war alles, was er noch hatte. Das Essen, schlafen und…seine abendlichen Krimis mit Schreierei, Gewalt und Mord und Totschlag. Diese Krimis waren für mich der Horror nach meinem Erlebnis. Jeden Abend zitterte ich deswegen wieder am ganzen Köper. Er verstand  das nicht. Ab und zu konnte ich umschalten, ohne dass er es merkte. 🙂 Ich selbst schaue schon lange kein Fernsehen mehr. Manchmal Dokumentationen auf meinem Laptop. das ist dann etwas Zeit, die ich mir selbst gönne.

Der Mann meiner Mutter war sehr krank, fast alles ernährungsbedingt. Es war sehr erschreckend zu sehen, was das aus einem Menschen machen kann. Ich musste das täglich von morgens bis abends mit ansehen. Ich hatte zwar meinen eigenen Bereich, denn das Haus war groß genug. Doch trotzdem war ich mittendrin.

Mein Kater hatte sich sofort super eingelebt. Darüber war ich so glücklich.


Kater-Caesar


Der Mann hatte einen Darmausgang, Demenz, weitere chronische Krankheiten und konnte nicht mehr sehen. Er konnte nicht mehr alleine zur Toilette, also Pipi machen. Das andere wurde ja über den Darmausgang, einen Beutel erledigt. Diesen konnte er auch nicht selbst leeren, es musste also für ihn gemacht werden. Diese chronischen Krankheiten führten dann zu Fatigue. Fatigue kann bei chronischen Krankheiten entstehen und äußert sich durch starke Müdigkeit, Erschöpfung und Muskelschwäche. Irgendwann konnte er noch nicht mal mehr sein Bein heben, es war schwer wie Blei, man durfte ihn auch nicht am Arm anfassen, weil es ihn schmerzte.

Es wurde trotzdem weiter gegessen wie bisher. Und das schockt mich immer wieder. Menschen sind so krank und könnten mit einer Ernährungsumstellung wieder gesund werden, schaffen es aber nicht die Gewohnheiten zu verändern. Sie quälen sich lieber mit den Krankheiten oder sterben dann. Nur für ein paar Minuten Genuss.

Es ging auch den ganzen Tag nur ums Essen: Frühstück, Mittag, Kaffee und Kuchen, Abendessen. Und da mit ihm alles so lange dauert, war man mit ihm den ganzen Tag beschäftigt. Er konnte sich ja noch nicht mal mehr alleine die Zähne putzen.

So sieht ein Darmausgang übrigens aus. Also das ist der Beutel. Alles andere möchte ich dir ersparen, das zeige ich aber in meinen Vorträgen. Also das, was darunter ist.



Ich brauchte ja auch neue freiberufliche Projekte und musste mich um Bewerbungen kümmern. Gleichzeitig versuchte ich meinen Kurs weiter zu schreiben. Aber ich hatte einfach keine Zeit dazu, mein Kopf war auch leer. Ich war fix und fertig. Ruhe gab es außerdem keine. Es war immer irgend etwas los. Auch, wenn ich meisten gegen 05:00 Uhr morgens aufgestanden bin, um einiges zu schaffen, hat es nicht gereicht. Das hat mir alles sehr zu schaffen gemacht. Ich habe gedacht, mein Traum vom Online Kurs gleitet mir aus der Hand. Dann das Zusammenleben mit 3 anderen Personen, die auch alle MischköstlerInnen waren, war auch nicht gerade ein Spaziergang. Und das Miteinander essen musste ich bald aufgeben. Ich konnte nicht ertragen, dass weiterhin tierische Produkte gegessen wurden, ohne Reue. Im Gegenteil.

Und ich wußte ja nicht, wie lange das alles so weiter gehen wird. Das hätte noch Jahre so gehen können. Naja, eigentlich auch wieder nicht, weil er sehr krank war. Aber was Tabletten so ausmachen…Näheres dazu gleich.

Die Pflegefrau sagte irgendwann, dass sie es nicht mehr weiter machen wird, und spätestens im Oktober wieder geht. Dann, es war Mitte August, haben wir es mit dem Mann einfach nicht mehr geschafft, und sehr viel Glück gehabt. Warum? Naja, wo kann ein Mensch hin, wenn es die Angehörigen nicht mehr schaffen? Die Frau und wir hatten keine Kraft mehr ihn festzuhalten (z.B. beim Waschen, beim Pipi machen…), ihn auf das Bett zu legen etc., obwohl wir auch Hilfsmittel zur Verfügung hatten. Bei bestimmten Krankheiten geht es einfach irgendwann nicht mehr. Wir durften ihn kaum anfassen, weil es ihm weh tat. In ein Altersheim wollten wir ihn nicht geben, das ist echt Hardcore wie mit den Menschen dort umgegangen wird. Vielleicht gibt es Ausnahmen, aber in unserem Umkreis leider nicht. Wir haben also einen Platz in einem Hospiz bekommen. Im Hospiz darf man sterben. Man muss u.a. keine Tabletten mehr nehmen, wenn man nicht möchte. Er wollte schon lange keine Tabletten mehr einnehmen, das war auch immer eine Quälerei und hat sehr lange gedauert. Manchmal spuckte er sie wieder aus. Im Hospiz hat er sie also weg gelassen, und ist dann auch bereits nach 4 Tagen verstorben. Wir waren jeden Tag dort, man konnte ihm tatsächlich beim Sterben zuschauen. Gestorben ist er dann aber ohne uns. Eines Abends. Ich habe meine Mutter dann sofort hingefahren. Es war schon erschreckend eine Leiche zu sehen, eine Leiche einer Person, die man sehr gut kannte, mit der man die letzten Monate zusammen gelebt hatte. Für mich war das ein neues Erlebnis. Vielleicht hast du so etwas schon erlebt?

Meine Mutter war natürlich am Ende. Ein Glück, dass ich ihr zur Seite stehen konnte. Für mich ist das auch das Wichtigste im Leben. Dass man da ist für andere Lebewesen. Ohne wenn und aber. Einfach da sein. Es kamen dann weitere harte Wochen auf uns zu. Was ein Tod so alles mit sich bringt, das wusste ich nicht.

friedhof

Auch in so einer Phase lernt man die Menschen besser kennen. Wer da ist, wer nicht. Wer sich wie verhält. Ich habe ja schon des Öfteren Menschen „aussortiert“. Das hört sich vielleicht hart an, aber das war das Beste, was ich machen konnte. Es war zwar auch sehr hart, aber alles andere hätte mich weiter krank gemacht. Wir Menschen sind meistens so: wir wollen nicht alleine sein, wir wollen beliebt sein und natürlich viele Freunde haben. Dafür nehmen viele Menschen viel in Kauf. Überlege auch mal du, ob du mit allen Menschen, die um dich herum sind, gerne zusammen bist. Ob sie dir gut tun. Oder ob du nur mit ihnen zusammen bist, weil sich das so gehört, oder es immer schon so war oder die Menschen zu deiner Familie gehören. Gerade Trennung von Familie kann sehr weh tun. Da kenne ich mich aus. Sicherlich macht das alles sehr einsam, das kann auch sehr lange so sein. Doch irgendwann, wenn deine Entwicklung weit genug fortgeschritten ist, kommen die richtigen Menschen in dein Leben. Halte durch. Auch ich bin oft einsam. Aber was soll passieren? Sterben werde ich davon vorerst nicht. 🙂

So, aber noch mal kurz zurück zu dem Thema Einbruch: Somit ist es auch klar, warum ich aus Berlin weg ziehen sollte. Ich sollte meiner Mutter helfen. Das sollte alles so sein. Dies war auf jeden Fall ein Grund. Von alleine wäre ich wohl nicht aus Berlin weg gezogen, nur in eine andere Wohnung.

In welchen Bereichen deines Lebens fühlst du die dich unfrei, unterdrückt, gedemütigt? Bleibst du in dieser Haltung verhaftet, weil du Angst vor den Reaktionen hast, wenn du etwas veränderst, so wird diese Veränderung von außen kommen. Was in der Regel nicht sanft geschieht. Oder du nutzt nun diese „Kraft der Zeit“, um selbst auf eine Umwandlung hinzuwirken. Das muss nicht von heute auf morgen geschehen, allein schon den Impuls dafür zu setzen kann vieles auslösen.


Rückblick 4. Quartal 2019 – Ein wenig Ruhe kehrt ein

Ruhe

Langsam wurde mein hart verdientes Geld aus den letzten Monaten knapp. Im Oktober begann ich ein Projekt, das ich erst gut fand, dann naja, und mittlerweile ist es genau passend. Auch das sollte so sein. Die Firma hat ihren Sitz übrigens in Berlin. Im Oktober musste ich auch für eine Woche wieder nach Berlin. Schon merkwürdig, ja? Gerade Berlin. 

Bei diesem Projekt habe ich nun eine regelmäßige monatliche Summe, mit der ich mindestens rechnen kann. Je nach Auftrag kann es auch mehr werden. Perfekt. Ich muss mich nicht ständig um neue Aufträge kümmern und kann endlich mal durchatmen, nach über 10 Jahren. Ich bin sehr dankbar dafür. 

Ich arbeite bei diesem Projekt auch vom Home Office aus, kann mir meine Zeit für Außentermine selbst einteilen und somit vermehrt an meinem Online-Kurs arbeiten. Im Dezember bin ich auch endlich ein großes Stück weiter gekommen.

Im Oktober hatte ich auch meine Website neu gestalten lassen, ich bin richtig zufrieden. Eine gute Website ist auch sehr wichtig. Somit kam ich wieder ein Stück weiter. Das tat gut. Endlich wieder mal Fortschritte. Es machte dann auch wieder richtig Spaß und ich merkte wie sehr das mein Weg ist, wie sehr das meine Mission ist. Denn zwischendurch dachte ich darüber nach, ob es wirklich mein Weg ist. Doch das war nur, weil ich überhaupt keine Fortschritte machte und mich nicht damit beschäftigen konnte. 

Mein Kursbild:>>> Mein Online-Kurs Säure Basen Haushalt


Durch meinen Rückblick habe ich folgendes Fazit für das Jahr 2019:

Ich habe wieder einmal sehr viel gelernt, über mich, über andere, über das Leben. Und konnte mich weiter entwickeln. Meine letzten Jahre waren auch voller schlechter Erlebnisse. Doch 2019 hat mich noch einmal ganz woanders hin katapultiert. Durch meinen Rückblick ist mir das noch mal mehr bewusst geworden.

Berlin fehlt mir etwas. Es ist auch manchmal so, als wäre ich noch da. Als würde ich dort durch die Strassen gehen und in meiner Wohnung sitzen. Das kann ich gar nicht beschreiben.

Es tut weh, aber ich weiß auch, dass das der absolut richtige Schritt war. Es musste so kommen. Denn Leben heißt Veränderung! Wir können das Leben meist nur rückwärts verstehen, müssen es aber vorwärts leben. 

Ich wohne jetzt sehr ruhig. Das tut mir sehr gut.

Hui, das war jetzt ein langer Artikel, ein langer Rückblick.


Mein 2020

Ich habe mir vorgenommen:

  1. Mich weiterhin weiter zu bilden, und vielleicht meine Heilpraktikerprüfung zu machen. Oder erst 2021.
  2. Noch weniger über andere Menschen und ihr Verhalten zu urteilen. Denn es ist ihr Leben, ihr Verhalten. Wenn sie sich nicht so verhalten, wie ich es machen würde, dann ist das so. Es ist ihr Karma, nicht meins. Ich kann ihr Verhalten nicht ändern, nur meine Einstellung dazu.
  3. Dinge anzunehmen, die so sind wie sie sind. Es kommt alles zum richtigen Zeitpunkt.
  4. Noch mehr aus meiner Comfort Zone heraus zu gehen.
  5. Mit all dieser Stärke und Erkenntnissen möchte ich ganz vielen Menschen helfen, gesünder zu leben, ernährungsbedingten Krankheiten vorzubeugen, um ein selbst bestimmtes Leben führen zu können.
  6. Tieren weiterhin helfen, zu spenden, Zeit zu schenken. Ich war ja in Berlin Ehrenamtliche im Tierheim. Dieses Jahr möchte ich mich hier in Niedersachsen ehrenamtlich engagieren.
  7. Und zu guter Letzt: Mich auch mehr um mich selbst zu kümmern. Denn die letzten Jahrzehnte habe ich fast nur gearbeitet, mich um andere gekümmert oder hatte Schmerzen. Ich war so gut wie niemals aus, also bei einer Veranstaltung, Theater oder so. Im Urlaub war ich schon über 12 Jahre nicht mehr, habe mir selten etwas gegönnt, war sehr diszipliniert. Und ich dachte immer, ich müßte noch disziplinierter sein. Langsam lerne ich mir etwas Gutes zu tun. Dann wird auch mein Rückblick 2020 sehr spannend werden. Ich halte dich auf dem Laufenden! 

Einen Punkt gibt es noch:

Ich beschäftige mich ein wenig mit mobilen Häusern. Ein kleines eigenes Haus, mit dem ich unabhängig sein kann. Und: minimalistisch leben kann. Ich brauche nicht viel, nur Luxus. 🙂 Was ist Luxus? Das bedeute auch für jeden etwas anderes. Wer nichts zu essen hat, für den ist Luxus sich jeden Tag satt essen zu können. Für andere Menschen sind große und viele Autos bzw. allgemein materielle Dinge wichtig.

Für mich ist Luxus:

Auch Geld zu besitzen. Denn ohne Geld ist ein Leben nun mal nicht möglich. Lebensmittel kosten Geld, Kleidung, eine Wohnung oder ein Haus. Es kostet alles Geld. Und mit Geld kann auch viel geholfen werden. Also Geld ist für mich sehr, sehr wichtig. Und damit auch Luxus. 

Weiterhin ist für mich Luxus: Zeit mit Lebewesen zu verbringen, die ich liebe. Lebewesen helfen zu können, so dass es ihnen besser geht, nicht leiden müssen. Auch Zeit für mich zu haben ist Luxus. Und natürlich auch materielle Dinge wie z.B. ein mobiles Haus, in dem alles neu ist, in dem ich alles schön geordnet habe, alles gut putzen kann, und unabhängig sein kann. Ich werde mir voraussichtlich im Februar ein paar mobile Häuser anschauen. Also folge mir am besten auf Instagram und/oder Facebook oder trage dich zu meinem Newsletter ein. Denn ich werde natürlich Fotos & Videos erstellen.

Erzähle mir auch gerne von deinem Rückblick 2019!

Ich bin auf meinen Rückblick 2020 mega gespannt!

Nun wünsche ich dir von Herzen alles Liebe für 2020, bleibe oder werde gesund, so dass dein Rückblick für 2020 super sein wird.

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