Rückfall in der veganen Ernährung

Menschen bei einem Fest prosten sich zu: Das kannst du tun, wenn ein Rückfall droht.
In geselliger Runde droht ein Rückfall schneller. Foto: Alasdair Elmes, unsplash.com

 

Oft wird die vegane Ernährung als schwarz oder weiß gesehen. Das heißt, das von anderen oder sich selbst „verlangt“ wird sich komplett vegan zu ernähren bzw. zu leben. Und das schreckt dann viele Menschen ab. Oder du hast Appetit auf z. B. Pizza mit Käse. Was machst du dann? Darauf möchte ich heute eingehen.


Wie gehst du mit einem Rückfall um?

Du ernährst dich vielleicht schon vegan, hast aber immer mal wieder Appetit auf etwas Tierisches. Was kannst du tun? Erst einmal ist das vollkommen normal und legitim. Eine Umstellung auf die vegane Ernährungsform braucht Zeit und darf auch Zeit brauchen. Es geht nicht darum von heute auf morgen keine tierischen Produkte mehr zu sich zu nehmen. Es sollte darum gehen, leicht, gesund und mit Genuss umzustellen.

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere

Wir haben alle unsere Gewohnheiten. Ob das in der Morgenroutine ist, in unserer Freizeit oder eben beim Essen. Gewohnheiten kannst du ändern. Das braucht jedoch etwas Zeit. Du brauchst Geduld. Und du solltest es immer und immer wieder tun, damit dein Gehirn weiß, dass du es ernst meinst. Denn dein Gehirn möchte dich immer schützen. Denn das Gehirn denkt sich: Wieso etwas verändern? Es läuft ja alles gut, wie es jetzt ist. Und dem Chef (also dir) geht es gut.

Das heißt, du musst eine Veränderung deiner Gewohnheiten immer und immer wieder TUN. Mit der Zeit wird die Umstellung klappen. Das ist ähnlich wie mit deiner Zahnbürste. Stelle sie mal auf die andere Seite. Du wirst sehen du wirst sehr lange immer wieder an die alte Stelle fassen. Bis dein Gehirn begriffen hat, dass die Zahnbürste jetzt woanders steht, dauert es einige Wochen. Und auch dann kann es immer mal wieder zu einem „Rückfall“ kommen, wie beim Essen.

Das kannst du bei einem Rückfall tun:

Zuerst: lass dir deinen Rückfall schmecken. Es macht keinen Sinn, wenn du böse auf dich selbst bist, ein schlechtes Gewissen hast. Wenn du eine Pizza mit Käse essen möchtest, mach das einfach. Du wirst selbst spüren, ob sie dir bekommt oder nicht. Mir erging es so. Ich habe bei meiner Umstellung auch nach einiger Zeit eine Pizza mit Käse gegessen, obwohl ich mich schon einige Zeit vegan ernährte.

Zuerst war es ein toller Genuss. Die ersten Bisse haben wunderbar geschmeckt. Dann wurde mir schlecht, und das war auch noch den ganzen Tag so. Das muss bei dir nicht auch so sein. Aber es macht keinen Sinn sich etwas zu verbieten. Mache danach einfach weiter wie bisher mit deiner veganen Ernährung, deiner veganen Vollwertkost.

Lass dich nicht verrückt machen

Auch wenn andere dann sagen/fragen: „Ich denke du bist vegan?“ Lass sie reden. Hab kein schlechtes Gewissen. Es ist toll, was du machst! Du ernährst dich überwiegend vegan. Das ist so super! Ich danke dir dafür. Wenn jeder das tun würde, wären wir fast am Ziel. Es geht nicht darum immer alles perfekt zu machen, sondern überhaupt etwas zu machen. Und wenn es nur erst einmal das Frühstück ist, was du dir vegan zubereitest. Schritt für Schritt!

Alles Liebe! Du schaffst das!

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